ADA 2020 — Rückenmarkstimulation hilfreich bei diabetischen neuropathischen Schmerzen


  • Pavankumar Kamat
  • Conference Reports
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Eine Rückenmarkstimulation (SCS) kann bei Patienten mit schmerzhafter diabetischer Neuropathie, die nicht mehr auf eine Standardbehandlung ansprechen, die Schmerzen lindern und die Sensorik verbessern.

Warum das wichtig ist

  • Da die SCS als wirksame Behandlung für chronische Rücken- und Beinschmerzen etabliert ist, erwarten die Autoren eine Verbesserung der Lebensqualität und des funktionellen Nutzens, wenn diese bei diabetischen neuropathischen Schmerzen angewendet wird.

Studiendesign

  • SENZA-PDN-Studie: Die Patienten wurden per Zufallsverfahren entweder lediglich einer konventionellen medikamentösen Behandlung (CMM; n = 103) oder einer SCS mit 10 kHz plus CMM (n = 113) zugewiesen. 
  • Finanzierung: Nevro Corp.

Wesentliche Ergebnisse 

  • Ein Ansprechen ( 50 % Schmerzlinderung plus keine Verschlechterung des neurologischen Defizits) wurde nach 3 Monaten bei 79 % der Patienten in der SCS-Gruppe vs. 5 % in der Gruppe mit lediglich CMM beobachtet (p 
  • Die sensorische Beurteilung der Wahrnehmung im Monofilament-Test und nach Nadelreiz ergab nach 3 Monaten eine Verbesserung von 72 % in der SCS-Gruppe vs. einer Verbesserung von 7 % in der nur mit CMM behandelten Gruppe.
  • Reduktion der mittleren Werte auf einer visuellen Analogskala:
    • SCS-Gruppe: von 7,6 zur Baseline auf 2,4 nach 1 Monat und 1,7 nach 3 Monaten.
    • Nur mit CMM behandelte Gruppe: von 7,0 zur Baseline auf 6,7 nach 1 Monat und 6,5 nach 3 Monaten.
  • In der SCS-Gruppe wurden nach 3 Monaten außerdem Verbesserungen der Lebensqualität in Bezug auf Schlaf und Aktivität festgestellt.

Einschränkungen

  • Kleine Fallzahl.

Expertenkommentar

Natalie H. Strand, MD an der Mayo Clinic in Scottsdale, AZ, sagte: „Alles, was wir als Ärzte dazu beitragen können, um die Belastung durch Diabetes zu senken, ist hilfreich. Auch wenn diese Behandlung in erster Linie auf eine Schmerzlinderung abzielt, versuchen wir eigentlich, die Patienten als Ganzes zu behandeln – das heißt, ihre Lebensqualität zu verbessern und ihnen den Umgang mit dem Diabetes zu erleichtern.“