ADA 2020 — Empagliflozin bei Typ-2-Diabetes mit geringerem Insulinbedarf assoziiert


  • Antara Ghosh
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Patienten mit Typ-2-Diabetes (T2D) und hohem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, die Empagliflozin erhielten, zeigten eine verringerte Notwendigkeit, eine Insulin-Behandlung zu beginnen oder eine bestehende Insulinbehandlung zu intensivieren.

Warum das wichtig ist

  • Die Notwendigkeit von Insulin zu senken, ist sowohl für Patienten als auch Ärzte attraktiv.

Studiendesign

  • In der Studie EMPA-REG OUTCOME wurden 7.020 Patienten mit T2D und einer kardiovaskulären Erkrankung nach dem Zufallsprinzip aufgeteilt und erhielten einmal täglich entweder 10 oder 25 mg Empagliflozin oder Placebo.
  • In dieser Post-hoc-Analyse der EMPA-REG-OUTCOME-Studie wurden die Behandlungseffekte von gepooltem Empagliflozin vs. Placebo evaluiert nach:
    • Zeit bis zur Insulineinleitung bei insulinnaiven Patienten und
    • Zeit bis zur Erhöhung der täglichen Insulindosis um > 20 % bei Patienten unter Insulinbehandlung.
  • Finanzierung: Die EMPA-REG-OUTCOME-Studie wurde zum Teil von Boehringer Ingelheim und zum Teil von Eli Lilly finanziert.

Wesentliche Ergebnisse

  • Nach 4 Jahren lag die Rate der Einleitung einer Insulinbehandlung bei Empagliflozin vs. Placebo bei 9 % vs. 20 %.
  • Dies entsprach einer statistisch signifikanten relativen Risikoreduktion von 60 % für die Notwendigkeit einer Insulinanwendung mit Empagliflozin vs. Placebo.
  • Bei den Patienten, die Insulin zur Baseline anwendeten, benötigten 18 % der Patienten, die Empagliflozin erhielten, eine signifikante Erhöhung der Insulindosis vs. 35 % der Patienten, die Placebo erhielten.
  • Dies entsprach einer signifikanten relativen Risikoreduktion von 58 % für die Notwendigkeit einer Intensivierung der Insulinanwendung mit Empagliflozin vs. Placebo.

Einschränkungen

  • Post-hoc-Analyse.

Expertenkommentar

Dr. Muthiah Vaduganathan, MD, ein Kardiologe am Brigham and Women’s Hospital in Boston, merkte an: „Die Patienten sind sehr darauf eingestellt, potenziell Insulin zu benötigen, und fragen oft danach. Ein geringerer Insulinbedarf wird ein wichtiger Teil des Risiko-Nutzen-Gesprächs sein.“