ADA 2020 — Diastolische Dysfunktion bei jungen Patienten mit Diabetes


  • Pavankumar Kamat
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Beinahe die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes (T1D) oder Typ-2-Diabetes (T2D) weisen eine diastolische Dysfunktion auf, die einer Herzinsuffizienz vorausgeht. 
  • Daher ist die Überwachung von jungen Patienten mit Diabetes hinsichtlich der Entwicklung von Herzkreislaufkomplikationen angebracht.

Warum das wichtig ist

  • Jugendliche und junge Erwachsene mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Herzinsuffizienz mit erhaltener Auswurffraktion infolge diabetischer Kardiomyopathie.

Studiendesign

  • Bei Patienten mit T1D (n = 258) und T2D (n = 221), die in die Studie „SEARCH for Diabetes in Youth“ aufgenommen wurden, wurde eine Doppler-Echokardiographie zur Beurteilung der diastolischen Funktion durchgeführt.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Prävalenz einer diastolischen Dysfunktion betrug bei Patienten mit T2D 57,7 % und bei Patienten mit T1D 47,2 %.
  • Im Vergleich zu Patienten mit T1D wiesen jene mit T2D ein geringeres linksventrikuläres (LV) Füllvolumen, einen geringeren transmitralen Blutfluss und einen höheren LV-Druck auf (jeweils p 
  • Höheres Alter, weibliches Geschlecht, nicht-weiße Ethnie, T2D, höhere Herzfrequenz, höherer Body-Mass-Index, höherer systolischer Blutdruck und höheres glykiertes Hämoglobin waren signifikant mit dem Vorliegen einer diastolischen Dysfunktion assoziiert.

Einschränkungen

  • Die Auswirkung einer Risikofaktormodifikation ist nicht bekannt.

Expertenkommentar

Robert A. Gabbay, MD, Chief Science und Medical Officer der American Diabetes Association, sagte: „Es ist sehr besorgniserregend, dass eine diastolische Dysfunktion in dieser Altersgruppe so prävalent ist. Eine wichtige Frage ist, ob man bei der Umkehr der Risikofaktoren eine Verbesserung sehen kann.“