ADA 2019—Vitamin D erneut enttäuschend bei T2D


  • Emily Willingham, PhD
  • Conference Reports
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • In einer fortlaufenden Reihe an enttäuschenden Ergebnissen bietet Vitamin D keinen Nutzen zur Vorbeugung von Typ-2-Diabetes (T2D) bei gefährdeten Personen, wie aus den Ergebnissen einer multizentrischen, randomisierten und placebokontrollierten Präventionsstudie hervorgeht.
  • Die Einnahme von 4000 IE/Tag war nicht besser als das Placebo.

Warum das wichtig ist

  • Aufgrund der Ergebnisse von Beobachtungsstudien war man von einer möglichen Schutzwirkung einer Vitamin D-Ergänzung gegen mehrere Erkrankungen wie T2D und Herz-Kreislauf-Störungen ausgegangen, doch bisher konnte diese vielversprechende Wirkung größtenteils nicht nachgewiesen werden. 
  • Laut der American Diabetes Association (ADA) sind mehr als 84 Millionen Einwohner der USA dem Risiko einer Erkrankung an T2D ausgesetzt.
  • Aus dem begleitenden Vorwort geht Folgendes hervor: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein etwaiger Nutzen „bescheiden ist und ganz klar nicht auf eine Population mit ausreichender Vitamin-D-Zufuhr bezogen werden kann“.

Wesentliche Ergebnisse

  • Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 2,5 Jahren:
    • Mit Vitamin D: 9,39 Diabetesereignisse je 100 Personenjahre.
    • Mit dem Placebo: 10,66 Diabetesereignisse je 100 Personenjahre.
    • HR für Diabetes mit Vitamin D im Vergleich zu dem Placebo: 0,88 (95 %-KI: 0,75–1,04; p = 0,12).
    • Die Rate unerwünschter Ereignisse unterschied sich zwischen den Gruppen nicht.

Studiendesign

  • 2423 Teilnehmer wurden randomisiert und erhielten entweder Vitamin D (n = 1211) oder ein Placebo (n = 1212).
  • Das mittlere Alter betrug 60,0 Jahre, der mittlere BMI lag bei 32,1, und der mittlere HbA1c-Wert war 5,9 Prozent.
  • Finanzierung: NIH, ADA.

Einschränkungen

  • Einige Unterschiede zwischen nicht therapietreuen Teilnehmern in den beiden Gruppen.