ADA 2019—Tieferer BMI wird mit erhöhtem Demenzrisiko nach T2D-Diagnose verknüpft


  • Emily Willingham, PhD
  • Conference Reports
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Ein tieferer BMI wird mit einem erhöhten Risiko für jegliche Demenzformen sowie Alzheimer-Demenz (AD) bei Patienten in Verbindung gebracht, bei denen unlängst Typ-2-Diabetes (T2D) diagnostiziert wurde. 
  • Eine Gewichtsveränderung nach einer neuen Diabetesdiagnose wird ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für jegliche Demenzformen verknüpft. 

Warum das wichtig ist

  • Es bestehen weiterhin Lücken bei der Erfassung von Zusammenhängen zwischen einer neuen Diabetesdiagnose, Demenz und dem BMI. 

Wesentliche Ergebnisse

  • Während einer im Durchschnitt 3,5 Jahre dauernden Nachbeobachtung wurden 2563 Ereignisse aufgedeckt (1846 Fälle von AD, 381 Fälle von vaskulärer Demenz).
  • Im Vergleich zu einem BMI von 18,5–23 war das Demenzrisiko insgesamt (sämtliche HR; 95 %-KI) mit den folgenden BMI-Werten geringer:
    • 23–25: 0,80 (0,69–0,91);
    • 25–30: 0,77 (0,68–0,88); und
    • ≥ 30: 0,79 (0,63–0,99).
  • Das Demenzrisiko insgesamt stieg mit abnehmendem BMI: p-Tendenz 
  • Beim AD-Risiko ergab sich Folgendes: 
    • Höheres Risiko bei einem auf Untergewicht hinweisenden BMI: 1,59 (1,04–2,43).
    • Abnahme des Risikos mit folgenden BMI-Werten: 
      • 23–25: 0,79 (0,67–0,93); und
      • 25–30: 0,76 (0,65–0,88); p-Tendenz 
  • Ein Zusammenhang zwischen dem BMI zum Studienbeginn und vaskulärer Demenz wurde nicht eruiert.
  • Im Vergleich zu einer Gewichtszu- oder -abnahme um  
    • 1,34 (1,11–1,63) bzw. 1,38 (1,08–1,76).
  • Das AD-Risiko stieg ebenfalls mit einem Gewichtsverlust von ≥ 10 Prozent innerhalb von zwei Jahren: 1,26 (1,01–1,59).

Studiendesign

  • Daten aus einer nationalen Gesundheitsvorsorgeuntersuchung der staatlichen südkoreanischen Krankenversicherung an 167.876 Menschen im Alter von ≥ 40 Jahren, bei denen zwischen 2007 und 2012 ein neu auftretender T2D diagnostiziert wurde. 

Einschränkungen

  • Unbekannter Schweregrad der Demenz.
  • Umgekehrte Kausalität kann nicht ausgeschlossen werden.