ADA 2019—Mit Dapagliflozin lässt sich ein Fortschreiten von Nierenerkrankungen bei T2D aufhalten oder verlangsamen


  • Emily Willingham, PhD
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Mit Dapagliflozin konnte das Fortschreiten einer Nephropathie in einer verschiedenartigen Patientenpopulation mit Typ-2-Diabetes (T2D) verlangsamt oder verhindert werden, und zwar unabhängig davon, ob eine atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankung (HKL-Erkrankung) vorlag oder nicht.
  • Bei den meisten Teilnehmern an der Studie DECLARE-TIMI 58 war die Nierenfunktion erhalten.

Warum das wichtig ist

  • In dieser Studie wird ein Nutzen für Patienten unabhängig von ihrem atherosklerotischen HKL-Status nachgewiesen.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Nachbeobachtungsdauer: 4,2 Jahre (Interquartilbereich: 3,9–4,4).
  • Der dauerhafte Rückgang der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) auf 60 ml/Minute/1,73 m2 konnte mit Dapagliflozin im Vergleich zum Placebo um 46 Prozent reduziert werden: HR = 0,54 (95 %-KI: 0,43–0,67; p 
  • Das Risiko für eine Nierenerkrankung im Endstadium bzw. Tod durch Nierenversagen nahm mit Dapagliflozin ebenfalls ab: HR = 0,41 (95 %-KI: 0,20–0,82; p = 0,012).
  • Bereits gemeldet wurde, dass das kombinierte Risiko für ein nierenspezifisches Ereignis mit Dapagliflozin im Vergleich zum Placebo um 47 Prozent reduziert werden konnte: HR = 0,53 (95 %-KI: 0,43–0,66; p 
  • Die Verfasser geben keine signifikanten Wechselwirkungen für die meisten demografischen und anderen Messgrößen an.

Studiendesign

  • Analyse der Daten von 17.160 Teilnehmern an der Studie DECLARE-TIMI 58 (einmal täglich 10 mg Dapagliflozin im Vergleich zu einem Placebo), in die Patienten mit T2D, einem HbA1c-Anteil von 6,5–12,0 Prozent, einer bestehenden atherosklerotischen HKL-Erkrankung (40,6 %) oder mehreren Risikofaktoren und einer Kreatininclearance von ≥ 60 ml/Minute aufgenommen wurden.
  • Nachbeobachtung: 4,2 Jahre.
  • Finanzierung: AstraZeneca.

Einschränkungen

  • Das kardiorenale Syndrom war ein sekundäres Ergebnis.
  • Für eines von zwei primären Ergebnissen (schwere kardiovaskuläre Komplikationen) war der Wirkstoff nicht besser als das Placebo.