ADA 2019—Lebensstilintervention senkt Risiko für HKL- und mikrovaskuläre Erkrankungen bei IGT


  • Emily Willingham, PhD
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Eine Lebensstilintervention bei Menschen mit gestörter Glukosetoleranz (IGT) senkt die Inzidenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKL-Erkrankungen) auf wirksame Weise.
  • Eine über sechsjährige Verzögerung des Einsetzens von Typ-2-Diabetes (T2D) ergibt laut den Forschern HKL- und mikrovaskuläre Vorteile.

Warum das wichtig ist

  • Menschen mit IGT sind einem wesentlich größeren T2D-Risiko ausgesetzt und weisen auch ein erhöhtes Risiko für HKL-Erkrankungen und mikrovaskuläre Komplikationen auf.
  • Indem T2D durch Veränderungen im Lebensstil abgewehrt wird, können auch die HKL- und vaskulären Risiken reduziert werden.

Wesentliche Ergebnisse

  • Kumulative Inzidenz von HKL-Erkrankungen über 30 Jahre (jeweils mit 95 %-KI): 
    • Intervention: 51,8 % (47,1–56,5).
    • Kontrollgruppe: 65,7 % (57,8–73,6).
  • Inzidenz von HKL-Erkrankungen je 1000 Personenjahre:
    • Intervention: 21,8 (18,8–25,1).
    • Kontrollgruppe: 29,0 (23,0–36,2).
  • Nach einer klinischen Bereinigung ergab sich mit einer Intervention ein um 27 Prozent reduziertes Risiko für ein erstes HKL-Ereignis (HR: 0,73; 95 %-KI: 0,55–0,96; p = 0,024). 
  • Nicht überraschend reduzierte sich bei einer Rückkehr zu normaler Glukosetoleranz (174/576) auch das Risiko.

Studiendesign

  • Ausgewertete Daten von 576 Teilnehmern an der randomisierten sechsjährigen Studie mit dem Titel „Da Qing Diabetes Prevention Study“ (1986–1992), wobei die Teilnehmer nach Ernährungsumstellung, Sportprogramm, Ernährungsumstellung und Sportprogramm oder weder noch (Kontrollgruppe) 30 Jahre lang beobachtet wurden.
  • Finanzierung: Keine Angaben.

Einschränkungen

  • Ergebnisse wurden an der Versammlung der American Diabetes Association im Jahr 2019 ohne Peer-Review vorgestellt.