ADA 2019—Gesamtaktivität ist mit höherer Insulinempfindlichkeit verknüpft


  • Emily Willingham, PhD
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Unter Erwachsenen mit gestörter Glukosetoleranz (IGT) oder einem neu diagnostizierten, nicht vorbehandelten Typ-2-Diabetes (T2D) ist eine höhere Gesamtaktivität (TAC) mit höherer Insulinempfindlichkeit verknüpft.
  • Körperliche Aktivität ist allerdings nicht mit einer besseren Funktionsfähigkeit der Betazellen verknüpft.

Warum das wichtig ist

  • Die Beurteilung der Vorteile von körperlicher Betätigung bei IGT oder zur Änderung der Lebensgewohnheiten von jenen mit einer neuen T2D-Diagnose wird durch unterschiedliche Methoden wie u. a. Eigenangaben behindert.
  • Bei dieser Studie wurde für die Messung der TAC auf Beschleunigungsmesser am Handgelenk zurückgegriffen.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die TAC wies keinen Zusammenhang mit irgendwelchen Glukosemessungen auf, einschließlich des Nüchternblutzuckers im Plasma oder der Ergebnisse von oralen Glukosetoleranztests.
  • Sie wurde mit einer höheren Insulinempfindlichkeit in Verbindung gebracht (p = 0,0210).
  • Eine höhere TAC konnte jedoch nicht mit Veränderungen der Funktion von Betazellen verknüpft werden.
  • Die am wenigsten aktive Gruppe wies nicht unerwartet das größte Gewicht und den größten Taillenumfang auf.

Studiendesign

  • Querschnittstudie an Erwachsenen mit IGT oder neu diagnostiziertem und nicht vorbehandeltem T2D.
  • Wichtige Zahlen: n = 230, mittleres Alter = 54,5 Jahre, mittlerer BMI = 35.
  • Die TAC wurde an sieben aufeinander folgenden Tagen gemessen, worauf die Teilnehmer in Quartile von hoher bis geringer Aktivität eingeteilt wurden.
  • Finanzierung: NIH, ADA, mit Unterstützung aus der Branche.

Einschränkungen

  • Übliche Einschränkungen von Querschnittdesigns, darunter die Unmöglichkeit von Schlussfolgerungen bezüglich Kausalität.
  • Gemäß den Verfassern hätten mit einer größeren Stichprobe möglicherweise Verbindungen zwischen der TAC und der Reaktion der Betazellen entlockt werden können.