ADA 2018: Metformin-Dreifachkombination kommt in Nachuntersuchung zu EDICT nach 6 Jahren gut weg


  • W. Todd Penberthy, Ph.D.
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Daten zu EDICT nach 6 Jahren stützen den Einsatz einer Dreifachkombination (Metformin, Sulfonylharnstoffe und Basalinsulin) als Erstlinientherapie (1L) gegen neu diagnostizierten Typ-2-Diabetes (T2D).
  • Die Daten weisen auf größere und nachhaltigere Reduktionen des HbA1c-Wertes bei einer Kombinationstherapie gegenüber dem traditionellen sequenziellen Ansatz mit Zusatztherapien hin.

Warum das wichtig ist

  • Hyperglykämie ist der wesentliche Faktor für mikrovaskuläre Komplikationen, und jede Senkung des Wertes an glykiertem Hämoglobin (HbA1c) um 1 % wird mit einer Abnahme des Risikos von mikrovaskulären Komplikationen um ca. 35 % assoziiert. Hypoglykämie hingegen wird mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko assoziiert.
  • Wichtig ist, dass sowohl die Thiazolidindione als auch die GLP-1-Analoga (Glucagon-like Peptid 1), die bei der Dreifachtherapie zum Einsatz kommen, den HbA1c-Spiegel senken und die Funktion der Betazellen verbessern, ohne das Hypoglykämierisiko zu steigern. Im Gegensatz dazu bieten die herkömmlichen Sulfonylharnstoffe als Zweitlinientherapie keine Schutzwirkung für Betazellen. 

Studiendesign

  • Patienten mit neu auftretendem T2D wurden randomisiert und erhielten entweder eine Dreifachtherapie (Metformin, Pioglitazon und Exenatid; n = 132) oder eine eskalierende Dosis Metformin mit sequenzieller Beigabe von Glipizid und Glargininsulin (konventionelle Therapie; n = 146), um einen HbA1c-Wert von

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Dreifachtherapie ergab nach einer mittleren Nachbeobachtung von 6 Jahren eine größere Reduktion des HbA1c-Spiegels als die konventionelle Therapie (5,8 % statt 6,7 %; p  
  • Mehr Patienten hielten ihren HbA1c-Spiegel auf  

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie an Patienten mit hauptsächlich mexikanisch-amerikanischer Herkunft. 
  • Relativ hohe Abbruchrate, aber vergleichbar mit früheren Studien.