ACOG äußert sich zur Studie, die Brustkrebs mit Kontrazeptiva verknüpft

  • ACOG

  • aus Miriam Davis, PhD
  • Studien - kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine populationsbasierte Kohortenstudie des New England Journal of Medicine (NEJM), die im Dezember 2017 veröffentlicht wurde, meldete ein 20 % höheres relatives Risiko für Brustkrebs bei Nutzerinnen von Hormonkontrazeptiva. Die absolute Erhöhung war jedoch gering (1 zusätzlicher Fall pro 7.690 Nutzerinnen).
  • Auf diesen Studienartikel hin gab das American College of Obstetrics and Gynecology (ACOG) nun eine Praxisempfehlung aus, eine kurze Stellungnahme zum Thema, in dem es die Ärzte dringend dazu ermahnt, dieses neu identifizierte Risiko im Kontext von Nutzen und Alternativen zu hormonellen Kontrazeptiva zu identifizieren, damit Ärzte und Patientinnen gemeinsam zu einer Entscheidung über das weitere Vorgehen gelangen können.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das Gesamtrisiko für Brustkrebs ist bei Nutzerinnen von hormonellen Kontrazeptiva gering.
  • Da die Ergebnisse der NEJM-Studie bei Kontrazeptiva mit reinem Progestin inkonsistent waren, sind weitere Untersuchungen in Bezug auf ihr Risiko für Brustkrebs notwendig.
  • Neben der Schwangerschaftsverhütung bringen Kontrazeptiva signifikante gesundheitliche Vorteile mit sich, unter anderem ein niedrigeres Risiko für Ovarial-, Endometrium- und Kolonkarzinom.
  • Das Risiko für Mortalität aus einer Schwangerschaft (26,4 pro 100.000 in 2014) ist doppelt so hoch wie das Risiko für Brustkrebs.
  • Die NEJM-Studie ist aufgrund der mangelnden Berücksichtigung von potenziellen Störfaktoren begrenzt.
  • Frauen sollten über nichthormonelle Methoden der Geburtenkontrolle und die Maßnahmen aufgeklärt werden, die sie zur Senkung des Brustkrebsrisikos ergreifen können (Stillen, Sport und Alkohol in Maßen).