ACC 2019—Häusliche DOAK-Therapie wirksam gegen LE mit geringem Risiko


  • Caleb Rans, PharmD
  • Conference Reports
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Die frühzeitige Entlassung und Behandlung von Lungenembolien (LE) mit geringem Risiko außerhalb des Krankenhauses mit Rivaroxaban, einem direkten oralen Antikoagulantium (DOAK), wurde für sicher und wirksam befunden.

Warum das wichtig ist

  • Diese Strategie könnte zur Senkung von krankenhausassoziierten Komplikationen beitragen und die Gesundheitskosten senken.

Studiendesign

  • Prospektive, internationale, multizentrische, einarmige Managementstudie der Phase IV zur Behandlung einer Lungenembolie zuhause an 525 Patienten mit einer akuten LE mit geringem Risiko.
  • Alle Teilnehmer erhielten eine erste Dosis Rivaroxaban im Krankenhaus und wurden innerhalb von 48 Stunden entlassen.
  • Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war das Wiederauftreten einer symptomatischen venösen Thrombembolie (VTE) oder das Eintreten des Todes aufgrund einer wiederkehrenden LE innerhalb von 3 Monaten nach der Aufnahme in die Studie.
  • Der primäre Sicherheitsendpunkt waren schwere Blutungen.
  • Finanzierung: Bayer.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine erneute symptomatische VTE oder eine tödliche LE trat bei 0,6 % (einseitige obere KI-Grenze: 2,1 %) der Patienten nach dreimonatiger Nachbeobachtung auf.
  • Schwere Blutungen traten bei 1,2 % (95 %-KI: 0,4–2,5 %) der Patienten nach dreimonatiger Nachbeobachtung auf.

Einschränkungen

  • Breite Ausschlusskriterien.

 Expertenkommentar

  • „Die Ergebnisse [unserer Studie] stützen die Auswahl geeigneter LE-Patienten für eine ambulante Behandlung mit einem direkten oralen Antikoagulantium, was zur Senkung krankenhausbedingter Komplikationen und zu einer Rationalisierung der Nutzung von Gesundheitsressourcen beiträgt“, sagte Dr. med. Stavros Konstantinides, Professor für Klinische Studien am Centrum für Thrombose und Hämostase in Mainz, Deutschland. Er war nicht an der Studie beteiligt.