ACC 2019—Apple Watch vielversprechend für Erkennung von VHF


  • Caleb Rans, PharmD
  • Conference Reports
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Ergebnisse der Apple-Heart-Studie deuten darauf hin, dass die Apple Watch bei einer großen Bevölkerungsschicht zur Erkennung eines VHF beitragen könnte, aber weitere Forschungen sind nötig.

Warum das wichtig ist

  • Die tragbare Smartwatch-Technologie verfügt über das Potenzial, durch die frühzeitige Identifikation von Herzrhythmusstörungen wie VHF lebensrettend zu wirken.

 Wesentliche Ergebnisse

  • Insgesamt war der Anteil der Teilnehmer, die bei der Nutzung der Smartwatch über einen unregelmäßigen Puls benachrichtigt wurden, gering: 0,52 % (0,49–0,54).
  • Der positive prädiktive Wert (PPV) auf Tachogrammebene (Smartwatch plus EKG-Pflaster) betrug 0,71 (97,5%-KI: 0,69–0,74), während der PPV für Benachrichtigungen über einen unregelmäßigen Puls (nur Smartwatch) bei 0,84 lag (95%-KI: 0,76–0,92).
  • In einer Umfrage zur Nachbeobachtung nach 90 Tagen gaben 57 Prozent der Teilnehmer an, sich außerhalb der Studie an eine medizinische Fachperson gewandt zu haben.

Studiendesign

  • Mit der Studie wurde beurteilt, ob durch eine Benachrichtigung über einen unregelmäßigen Puls ein VHF entdeckt und weitere klinische Abklärungen vorgenommen werden können.
  • Über einen Zeitraum von acht Monaten nahmen die Forscher 419.297 Einwohner der USA im Alter von ≥ 22 Jahren (≥ 65 Jahre, n = 24.626) in eine prospektive, einarmige, offene Studie auf. 
  • Die koprimären Endpunkte der Studie waren die Erkennung eines VHF während > 30 Sekunden auf einem EKG-Pflaster bei Teilnehmern im Alter von ≥ 65 Jahren und die gleichzeitige Erkennung des VHF auf einem individuellen Tachogramm sowie einem EKG-Pflaster.
  • Finanzierung: Apple Inc.

Einschränkungen

  • Hohe Abbruchraten wurden nach einer Benachrichtigung verzeichnet.
  • Bei der virtuellen Studie wurde sowohl für die Aufnahme als auch für die Ergebnisse bei den Kriterien auf Eigenangaben zurückgegriffen.

 Expertenkommentar

  • „Diese Studie ist ein beeindruckender Versuch, uns zu einem besseren Verständnis der Herausforderungen beim Umgang mit Big Data zu verhelfen, vor allem aber auch, was die Umwandlung von Daten, über die wir alle verfügen, in aussagekräftige Informationen betrifft. Die Studie trägt mehrere Teilchen zu einem komplexen Puzzle bei“, sagte Renato Lopes, MD, PhD, Professor für Medizin am Duke University Medical Center in Durham. Dr. Lopes war an der Studie nicht beteiligt.