Abort erhöht das Suizidrisiko nicht, besagt eine Studie


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Eine neue Studie, die das Risiko nicht tödlicher Suizidversuche vor und nach einem ersten Schwangerschaftsabort im ersten Trimester verglich, stellte fest, dass ein Abort das Suizidrisiko für Frauen nicht erhöht. 

Im Rahmen der Studie, die in Lancet Psychiatry veröffentlicht wurde, untersuchten Forscher Daten von 523.380 dänischen Frauen im Alter von 18 bis 36 Jahren und verglichen das Risiko nicht tödlicher Suizidversuche im Zusammenhang mit einem ersten Abort gegenüber keinem erfolgten Abort zwischen Januar 2000 und Dezember 2016. Sie untersuchten auch, ob sich das Risiko eines Suizidversuchs vor und nach dem Abort änderte. 

Insgesamt hatten 9,4 % der Frauen mindestens einen Abort im ersten Trimester und 2 % der Frauen begangen während des Studienzeitraums einen Suizidversuch. 

Die Autoren berichteten, dass Frauen mit erfolgten Aborten zwar verglichen mit Frauen, bei denen kein Abort erfolgte, ein höheres Risiko nicht tödlicher Suizidversuche aufwiesen, das erhöhte Risiko aber in den Jahren vor und nach dem Abort gleich war, sodass es nicht auf den Abort zurückzuführen war. 

Die stärksten Risikofaktoren für Suizidversuche waren frühere psychiatrische Kontakte, frühere Anwendung von Antidepressiva, frühere Anwendung von Anxiolytika und frühere Anwendung von antipsychotischen Medikamenten.