AAN 2019—Neuroprognostizierung nach Herzstillstand: Ärzten mangelt es oft an Selbstvertrauen


  • Daniel M. Keller, Ph.D
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Vielen Klinikärzten mangelt es an Selbstvertrauen, wenn es darum geht, die neurologischen Folgen für Patienten nach einem Herzstillstand korrekt vorherzusagen.
  • Die hauptsächliche Informationsquelle in diesem Bereich waren Kollegen und nicht ein wissenschaftliches Hilfsmittel.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse haben Konsequenzen für die Versorgung und das Treffen von Entscheidungen am Lebensende zusammen mit betroffenen Familien, was auf den Bedarf an einer einfach beizuziehenden Bezugsquelle für Prognosen durch Leistungserbringer hinweist.

Wesentliche Ergebnisse

  • 48 Antworten auf einen Fragebogen (29 %) gingen ein.
  • 35 Prozent der Klinikärzte drückten ihr Unbehagen im Zusammenhang mit der Anwendung von Neuroprognostizierungen nach einem Herzstillstand (NPnHS) oder der entsprechenden Schulung (41 %) aus.
  • Nicht als Neurologen tätige Ärzte waren weniger vertraut/zufrieden mit ihrer Anwendung von NPnHS bzw. mit ihrer Schulung als Neurologen (p = 0,041).
  • Nicht als Belegarzt tätige Fachleute waren weniger vertraut/zufrieden als Belegärzte (p = 0,002).
  • Informationsquellen bezüglich NPnHS: Kollegen (77 %), UpToDate (35 %), Artikel mit Peer-Review (31 %), Lehrveranstaltung (19 %), Weiterbildungsveranstaltung (13 %).
  • Leistungserbringer gaben häufig an, dass sie sich ein bis drei Tage früher auf verschiedene Beurteilungsmethoden stützen, als dies in einer neueren Leitlinie empfohlen wird.

Studiendesign

  • Ein Link zu einem Fragebogen zu NPnHS wurde im Juni/Juli 2018 per E-Mail an Belegärzte, Fellows, Assistenzärzte, Pflegespezialisten und Arztassistenten an medizinischen, herzchirurgischen und chirurgischen IPS sowie an die Neurologieabteilung des Robert Wood Johnson University Hospital geschickt.
  • In zwölf Fragen wurden deren Kenntnisse und Vertrautheit im Zusammenhang mit dem Einsatz von Tests, körperlichen Untersuchungen und klinischer Anamnese bei NPnHS erörtert.

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie mit kleiner Stichprobengröße.
  • Die Befragten wurden vorgängig ausgewählt, sind also möglicherweise nicht repräsentativ für den gesamten Fachkollegenkreis.