AAN 2019—Depressivsymptome sind mit späterem Schlaganfallrisiko verknüpft


  • Daniel M. Keller, Ph.D
  • Conference Reports
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Der Grad an Depressivsymptomen unter älteren Erwachsenen ist mit einem erhöhten Risiko eines späteren ischämischen Schlaganfalls assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Stärkere Depressivsymptome kamen unter diesen älteren Erwachsenen häufig vor und waren mit einem um 75 Prozent erhöhten Risiko eines ischämischen Schlaganfalls assoziiert.

Wesentliche Ergebnisse

  • 198 von 1104 Teilnehmern (18 %) mit einem Wert von ≥ 16 auf der Allgemeinen Depressionsskala (Center for Epidemiological Studies Depression Scale, kurz CES-D).
  • Zum Studienbeginn gab es mehr Depressivsymptome bei Frauen (p 
  • Nach 11 Jahren Nachbeobachtung im Mittel ergab sich eine kumulative Inzidenz von Schlaganfällen von 13 Prozent: Bei
  • Modelle zur Bereinigung um soziodemografische, auf Gesundheit bezogene verhaltensbedingte oder kardiovaskuläre Risikofaktoren ergaben angepasste HR für einen ischämischen Schlaganfall von 1,72–1,75 für CES-D-Werte von ≥ gegenüber

Studiendesign

  • MRT-Teilstudie der in New York und Miami durchgeführten Northern Manhattan Study.
  • Selbstständig lebende weiße, schwarze oder hispanische Erwachsene im Alter von ≥ 55 Jahren.
  • Schlaganfallfrei zum Studienbeginn.
  • Auf Eigenangaben beruhende Depressivsymptome gemäß CES-D (≥ bzw.
  • Finanzierung: National Institute of Neurological Disorders and Stroke sowie American Heart Association / American Stroke Association.

Einschränkungen

  • Relativ kleine Stichprobe und geringe Inzidenz von Schlaganfällen.
  • Beobachtungsstudie weist nicht auf einen kausalen Zusammenhang hin.

Expertenkommentar

  • Laut Hauptautorin Marialaura Simonetto wurde die Wirkung von Behandlungen gegen Depression noch nicht analysiert.