AAD 2019—Überlegenheit von Risankizumab gegenüber Adalimumab bei mittelgradiger bis schwerer Psoriasis


  • Marielle Fares, Pharm.D.
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Aus der IMMvent-Studie in Phase III geht hervor, dass die kontinuierliche Behandlung mit dem IL-23-Hemmer Risankizumab bei mittelgradiger bis schwerer Psoriasis sicher und gegenüber Adalimumab überlegen ist.
  • Patienten, die von Adalimumab auf Risankizumab umgestellt wurden, wiesen gegenüber jenen, bei denen die Therapie mit Adalimumab fortgesetzt wurde, überlegene Behandlungsvorteile auf.

Warum das wichtig ist

  • IL-23 spielt eine entscheidende Rolle bei der Pathogenese und dem Verlauf von Plaque-Psoriasis.
  • Wer auf Adalimumab nur mittelmäßig oder gar nicht anspricht, sollte für eine Therapie mit Risankizumab in Erwägung gezogen werden.

Wesentliche Ergebnisse

  • Risankizumab erwies sich nach 16 und 44 Wochen als signifikant wirksamer als Adalimumab, wie anhand des Psoriasis Area and Severity Index (PASI) 90, des statischen Physician’s Global Assessment im Hinblick auf erscheinungsfreie oder nahezu erscheinungsfreie Haut (sPGA 0/1) und der Beurteilung durch den Dermatology Life Quality Index (DLQI) festgestellt wurde (p 
  • PASI90 (72,4 % gegenüber 47,4 %) und sPGA 0/1 (83,7 % gegenüber 60,2 %) in Woche 16.
  • PASI90 (66 % gegenüber 21,4 %) und sPGA 0/1 (73,6 % gegenüber 33,9 %) in Woche 44.
  • Der Anteil der Patienten, die PASI90 oder vollständige Beschwerdefreiheit nach PASI sowie DLQI 0/1 erreichten, war in den Risankizumab-Armen (entweder von Studienbeginn an oder bei umstellenden Patienten) wesentlich höher als im Adalimumab-Arm.
  • Patienten, die in Woche 16 auf Risankizumab umgestellt wurden, wiesen im Vergleich zu Patienten, die auf Adalimumab verblieben, signifikant bessere Wirksamkeitsergebnisse auf.
  • Die behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse waren in allen Armen vergleichbar.
  • Nach der längeren Gabe von Risankizumab wurden keine neuen unerwünschten Ereignisse gemeldet.
  • Studiendesign

    • 605 Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip im Verhältnis von 1 : 1 aufgeteilt und erhielten während 16 Wochen entweder Risankizumab oder Adalimumab (Teil A).
    • In Woche 16 wurden Patienten, die auf Adalimumab nur mittelmäßig ansprachen (gemäß PASI), nach dem Zufallsprinzip im Verhältnis von 1 : 1 aufgeteilt und erhielten entweder neu Risankizumab oder weiterhin Adalimumab (Teil B).
    • Finanzierung: AbbVie, Inc., und Boehringer Ingelheim Pharmaceuticals.

    Einschränkungen

    • Keine.