AACR 2019—Rucaparib als Erhaltungstherapie ergibt Nutzen bei Pankreaskrebs


  • Keren Landman, MD
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit Pankreaskrebs mit BRCA- oder PALB2-Mutationen wies der PARP-Inhibitor (Hemmstoff von Poly[ADP-Ribose]-Polymerasen) Rucaparib eine vielversprechende Antitumoraktivität und eine niedrige Toxizität auf.

Warum das wichtig ist

  • 5–8 Prozent der Patienten mit Pankreaskrebs haben BRCA- oder PALB2-Mutationen, die mit einer Empfindlichkeit des Tumors gegen kumulativ toxische Chemotherapien mit Platin sowie möglicherweise gegen PARP-Inhibitoren assoziiert werden. 
  • Ein Keimbahntest wird neuerdings bei jedem Pankreaskrebs empfohlen.

Studiendesign

  • Zwischenanalyse der Daten von 19 der 24 Patienten, die bisher in eine einarmige Studie der Phase II mit einer Rucaparib-Erhaltungstherapie aufgenommen wurden (42 Patienten sind vorgesehen).
  • Alle hatten sich mindestens 16 Wochen lang einer Chemotherapie mit Platin unterzogen, ohne dass es zu einer Progression kam.
  • Finanzierung: Clovis Oncology, Basser Young Leadership Council/Center for BRCA.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mittlere PFS betrug 9,1 Monate bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 8,5 Monaten.
  • Das mittlere OS wurde nach einer Nachbeobachtungszeit von 8,1 Monaten noch nicht erreicht.  
  • Die Gesamtansprechrate lag bei 37,8 Prozent (6 Fälle mit partiellen Ansprechen [PR], 1 Fall mit vollständigem Ansprechen), was 41,1 Prozent der Patienten mit einer zum Ausgangszeitpunkt messbaren Erkrankung darstellt.
  • Die Krankheitskontrollrate (Ansprechen sowie stabile Erkrankung) lag während mindestens 8 Wochen bei 89,5 Prozent.
  • Bei einigen Patienten wurde die Schwelle für das PR erst nach vier bis sechs Monaten erreicht, was auf ein echtes Ansprechen auf Rucaparib statt auf eine verzögerte Wirkung der Platintherapie hinweist.
  • Die häufigsten Toxizitäten waren Übelkeit, Ermüdung, Geschmacksstörungen, Zunahme an Alaninaminotransferase und Durchfall.
    • Es ist unklar, ob die Effekte auf Rucaparib oder die vorangegangene Chemotherapie zurückzuführen sind.
  • Keine Toxizitäten mit Schweregrad ≥ 3. 

Einschränkungen

  • Kleine Stichprobengröße, keine Kontrollgruppe.