AACR 2019—Probiotika mit schlechtem Ansprechen auf Immuntherapie bei Melanom in Verbindung gebracht


  • Keren Landman, MD
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Das Darm-Mikrobiom (DM) von Patienten mit einem Melanom kann durch Probiotika negativ beeinflusst werden und könnte mittels Ernährungsmanipulation gesteuert werden.

Warum das wichtig ist

  • Eine günstige DM-Signatur wird bei einem Melanom mit einer Therapie mit Inhibitoren des PD-1(programmierter Zelltod 1)-Rezeptors (Anti-PD-1-Therapie) assoziiert, wobei aber unklar ist, wie sich die Ernährung und der Einsatz von Probiotika auf diese Beziehung auswirken.

Studiendesign

  • Analyse der Daten von 113 Patienten mit einem Melanom, die vor der Behandlung Stuhlproben bereitstellten und einen Fragebogen des National Cancer Institute zu Lebensstil und Ernährung ausfüllten.
  • Die Stuhlproben wurden einer 16S-rRNA-Sequenzierung unterzogen, und die Alpha- und Beta-Diversität im DM (AD und BD, assoziiert mit dem Ansprechen bzw. Nichtansprechen auf die Anti-PD-1-Therapie) wurden verglichen.
  • Das Ansprechen auf die Anti-PD-1-Therapie wurde nach den RECIST-Kriterien definiert.
  • Finanzierung: Melanoma Research Alliance, MD Anderson, Mulva Research Fund, Adelson Medical Research Foundation.

Wesentliche Ergebnisse

  • Der angegebene Einsatz von Probiotika (42 %) wurde mit einer geringeren AD (p = 0,05) und einem schlechteren Ansprechen auf die Anti-PD-1-Therapie assoziiert (OR: 0,36 [95 %-KI: 0,10–1,31]).
  • Patienten mit einer ballaststoffreichen Ernährung wiesen eine höhere Chance auf ein Ansprechen auf (OR: 4,78 [95 %-KI: 1,1–20,3]).
  • Ein höherer Verzehr von Vollkornprodukten, Obst, Gemüse und Ballaststoffen wies eine positive Korrelation mit den für ein Ansprechen günstigen Bakterienpopulationen auf, während ein höherer Verzehr von rotem Fleisch, industriell verarbeiteten Fleisch- und Wurstwaren sowie zuckerhaltigen Nahrungsmitteln eine negative Korrelation ergab.

Einschränkungen

  • Auf Eigenangaben beruhende Daten, kleine Studie, nicht alle Ergebnisse statistisch signifikant, korrelatives Design, Studienpopulation aus einem Überweisungszentrum.