AACR 2019—Ipilimumab und Nivolumab ergeben eine Ansprechrate von 42 Prozent bei hochgradigen neuroendokrinen Tumoren


  • Keren Landman, MD
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Eine Doppeltherapie mit Ipilimumab und Nivolumab wurde mit einer Gesamtansprechrate (ORR) von 42 Prozent unter Patienten mit einem hochgradigen neuroendokrinen Tumor assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Aktuelle Behandlungsmöglichkeiten für hochgradige neuroendokrine Karzinome sind auf aggressive Chemotherapien beschränkt.

Studiendesign

  • 33 Patienten mit einem seltenen neuroendokrinen Tumor wurden in die prospektive, offene, multizentrische Multikohortenstudie der Phase II mit dem Titel „Dual Anti-CTLA-4 and Anti-PD-1 Blockade in Rare Tumors (DART)“ aufgenommen. 
  • 18 Patienten (56 %) hatten eine hochgradige Erkrankung, und die meisten Tumorherde befanden sich im Magen-Darm-Trakt (47 %; n = 15) und in der Lunge (19 %; n = 6). Neuroendokrine Pankreastumoren wurden separat untersucht. 
  • Die Patienten hatten vorher im Mittel bereits zwei Therapielinien erhalten.
  • Die Patienten erhielten Ipilimumab (1 mg alle 6 Wochen) und Nivolumab (240 mg alle 22 Wochen).
  • Finanzierung: NIH, Bristol-Myers Squibb.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das ORR betrug 24 Prozent (1-mal vollständiges Ansprechen [CR]; 7-mal teilweises Ansprechen [PR]).
  • Alle Patienten, die auf die Behandlung ansprachen, hatten eine hochgradige Erkrankung (ORR: 42 %; CR: 5 %, PR: 37 %).
  • Das PFS nach 6 Monaten lag bei 30 Prozent, das mittlere OS betrug 11 Monate.
  • Die häufigsten Toxizitäten äußerten sich als Ermüdung (30 %) und Übelkeit (27 %).
  • Die häufigsten immunbezogenen unerwünschten Ereignisse waren Anomalien der Leberfunktion mit Schweregrad 3–4; Ereignisse mit Schweregrad 5 wurden nicht beobachtet.

Einschränkungen

  • Keine zentrale pathologische Prüfung.
  • Eine Gegenüberstellung von hochgradigen und niedrig-/mittelgradigen Erkrankungen wurde nicht vorgegeben.
  • Kleine, einarmige, nicht randomisierte Kohorte.