3D-Mammogramm erweist sich bei Stadienbestimmung von Brustkrebs als nützlich

  • Fontaine M & al.
  • Radiology
  • 09.04.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine zusätzliche digitale Brust-Tomosynthese (DBT, auch als 3D-Mammogramm bekannt) zur digitalen Mammographie (DM) verbessert die Erkennung von ipsilateralen und kontralateralen Tumoren im Rahmen der Stadienbestimmung bei neu diagnostiziertem Brustkrebs.

Warum das wichtig ist

  • Eine DBT ist beim Krebsscreening nachweislich von Nutzen, aber es gibt nur begrenzt Daten über den Einsatz in Zusammenhang mit der Stadienbestimmung einer bekannten Erkrankung.
  • Der Nutzen beschränkt sich auf Frauen mit nichtdichten Brüsten.

Studiendesign

  • 4 Radiologen werteten unabhängig voneinander anhand von DM- und DM + DBT-Aufnahmen von 166 Patientinnen mit Brustkrebs im Alter von >40 Jahren (Durchschnitt: 59,5 ± 11 Jahren) laut
    Breast Imaging Reporting and Data Systems (BI-RADS) die Läsionen
    der mammografischen Kategorie 4 oder 5 aus.
  • Als Referenzstandards wurden Bestätigungen mittels Brust-MRT und Pathologiebefunden herangezogen.
  • Finanzierung: Hologic France.

Wesentliche Ergebnisse

  • DM + DBT (vs. DM) wies eine höhere Sensitivität für die Diagnose von multizentrischen (51 % vs. 37 %; p = 0,002) und zusätzlichen ipsilateralen (52 % vs. 44 %; p = 0,007) Läsionen auf.
  • DM + DBT (vs. DM) wies eine höhere diagnostische Leistung bei der Bewertung von bilateralem Brustkrebs auf (charakteristischer AUC[Area under the Curve]-Wert: 0,74 vs. 0,67; p = 0,02).
  • DM + DBT (vs. DM) wies eine höhere diagnostische Leistung (nur für nichtdichte Brüste) bei der Bewertung von ipsilateralen (AUC-Wert: 0,74 vs. 0,70; p = 0,04) und kontralateralen Läsionen (0,76 vs. 0,68; p = 0,02) auf.

Einschränkungen

  • Potenzielle Überschätzung der Bildgebungssensitivität bei der Index-Tumordiagnose.