14 Gesellschaften unterstützen jetzt die Weiterbehandlung mit RAAS-Inhibitoren bei COVID-19-Patienten

  • N Engl J Med

  • von Emily Willingham, PhD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • 14 Fachgesellschaften unterstützen die Fortführung der Behandlung mit Renin-Angiotensin-Aldosteron-System(RAAS)-Hemmern bei Patienten mit COVID-19, sagen die Autoren dieses Sonderberichts im New England Journal of Medicine (NEJM).
  • Basierend auf 12 epidemiologischen Berichten aus China sollen den Autoren zufolge die Medikamente weiter eingesetzt werden, und Ärzte sollten dringend die unbeabsichtigten Folgen eines Abbruchs bedenken.

Warum das wichtig ist

  • Aufgrund der Rolle, die das Angiotensin Converting Enzyme 2 (ACE2) für die Aufnahme von SARS-CoV-2 in Zellen spielt, kamen Bedenken bezüglich der Anwendung von RAAS-Inhibitoren auf.
  • Wie diese Autoren erwähnen, wird von einigen Medienquellen und in manchen Gesundheitssystemen vorgeschlagen, diese Therapien abzusetzen.
  • Dem widersprechen die Autoren dieses Sonderberichts.

Wichtigste Punkte

  • ACE2 erleichtert den Eintritt des Virus in die Zelle.
  • Präklinische Studien haben darauf hingedeutet, dass eine RAAS-Inhibition ACE2 hochregulieren könnte, was Fragen über die Rolle dieser Wirkstoffe bei der Infektion und bei Patienten mit COVID-19 aufwarf.
  • Die Daten sind nicht robust genug, um diese präklinischen Befunde als in die Klinik übertragbar zu betrachten.
  • Es existieren keine Daten zu den Auswirkungen der RAAS-Inhibition bei COVID-19.
  • Diese Fragestellung wird in klinischen Studien behandelt.
  • Ein vorzeitiger Abbruch dieser Therapien bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko könnte eine gefährliche Instabilität auslösen.
  • Die Autoren sagen, ein Absetzen von RAAS-Hemmern wegen Hypertonie könnte weniger riskant sein als das Absetzen aufgrund eines leitlinienbasierten Einsatzes (z. B. Herzinsuffizienz), eine BD-Instabilität ist jedoch unerwünscht.
  • Sie sagen, RAAS-Inhibitoren sollten bei Patienten mit ansonsten stabiler Erkrankung fortgesetzt werden.