10-Jahres-Wahrscheinlichkeit falsch-positiver Ergebnisse bei 3D-Mammographie geringer als bei digitaler Mammographie

  • Ho TH & al.
  • JAMA Netw Open

  • Petra Kittner
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Die kumulative 10-Jahres-Wahrscheinlichkeit für ≥1 falsch-positives Ergebnis ist bei einem 3D-Mammographie-Screening (digitale Brust-Tomosynthese) geringer als bei der digitalen Mammographie.
  • Die absolute Wahrscheinlichkeit bei der 3D-Mammographie ist mit fast 50% immer noch auffallend hoch.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse könnten die Einführung der 3D-Mammographie beschleunigen und die Erforschung neuer Technologien zur weiteren Reduktion falsch-positiver Ergebnisse erleichtern.

Studiendesign

  • Vergleichende Beobachtungsstudie zur Wirksamkeit (2005-2018) an 126 radiologischen Einrichtungen in den USA, die am Breast Cancer Surveillance Consortium teilnahmen.
  • Untersuchung von 903.495 Frauen, die sich 2.969.055 Mammographie-Screenings unterzogen.
  • Primärer Endpunkt war das kumulative Risiko für ≥1 falsch-positives Ergebnis (d. h. Rückruf für eine weitere Bildgebung, Empfehlung zur Nachuntersuchung innerhalb eines kurzen Zeitraums oder Empfehlung zur Biopsie; aus Gründen der Kürze wird hier nur über das erste Ergebnis berichtet).
  • Finanzierung: NIH; andere.

Wesentliche Ergebnisse

  • Für 15% aller Screenings wurde die 3D-Mammographie eingesetzt.
  • Bei einem jährlichen Screening betrug die kumulative 10-Jahres-Wahrscheinlichkeit eines Rückrufs 49,6% für die 3D-Mammographie vs. 56,3% für die digitale Mammographie (Differenz -6,7; 95% KI -7,4 bis -6,1).
  • Bei einem Screening alle 2 Jahre waren die entsprechenden Raten 35,7% bzw. 38,1% (Differenz -2,4; 95% KI -3,4 bis -1,5).
  • Unabhängig davon, ob es sich um eine 3D- oder eine digitale Mammographie handelte, waren die Rückruf-Raten mit zunehmendem Alter niedriger (Alter 70-79 Jahre vs. 40-49 Jahre: 39,8%-47,0% vs. 60,8%-68,0%) sowie im Alter von 50-59 Jahren bei sehr fettreichem vs. extrem dichtem Brustgewebe (29,1%-36,3% vs. 58,8%-60,4%).

Einschränkungen

  • Beobachtungsdesign.